Puppenmachen gibt Frau Feser die Möglichkeit die Zeit festzuhalten oder ihr zu entrinnen. Vielleicht sind es diese Träume die uns die Puppen alle so lieben lässt, gerade in der heutigen Zeit.
Gerlinde Feser wurde am 11.01.1966 geboren. Sie ist Mutter von zwei Söhnen, und lebt mit Ihrem Mann Jürgen Feser, in Bad König im Odenwald. Ihre Kindertage erlebte Sie sehr glücklich und natürlich mit ihren beiden Brüdern auf einem Bauernhof auf dem Lande. Diese naturverbundene Zeit hat Sie sehr geprägt. Das genaue Beobachten und Leben in der Natur und mit Tieren, hat den Grundstock für ihr Suchen nach dem Realistischen gelegt. Ihre kreative Ader hat Sie wohl von Mutterseite geschenkt bekommen, da in deren Familie, seit mehreren Generationen, die Maler und Bildhauer zu Hause sind. Nach ihrem Abitur machte sie eine kaufmännische Ausbildung im Hotelfach. Sehr früh hat sie gemerkt, dass dieser Beruf sie nicht ganz erfüllen konnte. Ihre Leidenschaft für das Kreative hatte sie da schon gepackt und nach der Geburt ihres ersten Sohnes, hat Sie ein Bastelgeschäft eröffnet. Sie gab über viele Jahre verschiedene Kreativkurse von Floristik, Seidenmalerei, Nähen… bis hin zu Puppenkursen. Zunächst Stoffpuppen, später folgten Reproduktionen von Künstlerpuppen aus Porzellan. Die Puppen haben sie dann immer mehr fasziniert, so dass alles andere dafür weichen musste. Wobei Sie immer wieder betont, das gerade das Puppenmachen fast alle diese Themenbereiche ja beinhaltet. Für das Porzellanpuppenmachen absolvierte sie mehrere Ausbildungsseminare, um in Ihren Kursen einen möglichst hohen Standart weitergeben zu können. Als 1996 Jürgen Feser als neuer Lebenspartner und späterer Ehemann an ihre Seite trat, begann das “Erobern der Puppenwelt”. Gemeinsam nahmen Sie an internationalen Ausstellungen und Messen teil. Mit Jürgen als treibende Kraft, begann Gerlinde ihre Fähigkeiten im Ausarbeiten, Bemahlen und Gestalten, mit anderen Puppenmachern in Wettbewerben zu messen. So hat sie bei vielen nationalen und internationalen Veranstaltungen zahlreiche Siege und Auszeichnungen errungen. Es folgte die Geburt ihres zweiten Sohnes und damit wieder die vielen Eindrücke die ein Baby und Kleinkind hinterlassen. Der Wunsch wieder zu modellieren hat hier eigentlich begonnen, aber aus Zeitmangel hat Sie diesen zur Seite geschoben. Nach anfänglichen Versuchen mit einem anderen Künstler, der auf Dauer nicht in seiner Arbeit zu überzeugen vermochte, haben sich Gerlinde und Jürgen entschlossen, ihre Modelle doch komplett selbst zu modellieren. Hier kam ihr zur Hilfe, dass Sie sehr viel schneller zu den gewünschten Ergebnissen kam, wie Sie gedacht hatte. Wohl ein geerbtes Geschenk aber auch ihr unbändiger Wille, sich nicht mit halben Dingen zufrieden zu geben. Wie schon beim Ausarbeiten der Porzellanpuppen, setzt Sie ihren Standart sehr hoch. Denn Sie hat die Erfahrung gemacht, eine noch so schön modellierte Puppe, kann ihre Ausstrahlung nicht entfalten, wenn Sie nicht hochwertig gearbeitet wird. Da kamen Gerlinde ihre fachliche Qualifikation und jahrelange Erfahrung im Puppenmachen zugute.

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